Spielbericht: SV Odin vs. Rugby Welfen Braunschweig
Ich sag’s, wie es ist: Ich verstehe Rugby immer noch nicht. Auch nach dem zweiten Heimspiel am 11.04. bleibt für mich vieles ein Rätsel. Aber eines habe ich an diesem Tag gelernt: Rugby macht bei Sonnenschein deutlich mehr Spaß als mit Regen und Matsch.
Dieses Mal gab es richtig was zu feiern.
Fangen wir mit dem Wetter an. Kaiserwetter beim SV Odin! Blauer Himmel, viel Sonnenschein und eine Kulisse, die sich sehen lassen konnte. Der Platz war voll, die Ränge gut besetzt und die Stimmung so gelöst, wie man es sich für einen Samstagnachmittag nur wünschen kann. Kein Vergleich zum Regen-Dusel des letzten Mals.
Dann ging’s los auf dem Rasen. Gegner waren die Rugby Welfen aus Braunschweig. Es wurde gerannt, sich verkeilt und dieser eiförmige Ball flog kreuz und quer über das Feld. Doch Rugby wäre nicht Rugby, wenn es nicht auch wehtun würde. Mitten im Getümmel hat es Leon erwischt – komplett ausgeknockt. Ein kurzer Schockmoment am Spielfeldrand. Wir wünschen an dieser Stelle: Gute Besserung, Leon!
Die Jungs haben für ihn weitergekämpft. Und wie! Es war ein offener Schlagabtausch, spannend bis zum Schluss, aber am Ende stand ein Ergebnis auf der Anzeigetafel: 33:25 für unseren SV Odin! (Okay, ich gebe zu, ich musste zweimal hinschauen, ob ich die Zahlen richtig entziffert habe, aber der Jubel gab dem Ganzen recht).
Was ich aber neben dem Platz verstanden habe, ist mindestens genauso wichtig wie der Spielstand:
Da ist zum Beispiel Horst. Horst ist nicht nur da – Horst ist die Seele des VIP-Zelts und zieht im Hintergrund die organisatorischen Fäden. Wer Horst sieht, weiß: Hier wird sich gekümmert. Und das nicht erst seit gestern –Ein echtes Urgestein, das den Verein zusammenhält.
Und dann ist da Jasna. Wer denkt, Rugby-Verpflegung besteht nur aus Bratwurst, hat Jasna noch nicht in Aktion erlebt. Sie schmeißt die Gastro mit einer Leidenschaft, die man schmecken kann. Besonders toll: Ihr Herz schlägt für die vegane Küche. Wer also glaubt, bei Odin gäbe es nur schwere Kost, wird hier eines Besseren belehrt. Mit Herzblut sorgt sie dafür, dass niemand hungrig nach Hause geht – egal, ob Fleischfreund oder Veganer.
Am Ende stehe ich wieder da und denke mir: Ich habe immer noch keine Ahnung, warum der Ball nach hinten geworfen werden muss, um nach vorne zu kommen. Aber ich habe verstanden, warum die Leute hierherkommen.
Es ist die Mischung aus dem harten Kampf auf dem Rasen, der Sonne im Gesicht und Menschen wie Horst und Jasna, die diesen Verein zu mehr machen als nur einem Sportclub. Es ist ein Zuhause.
Sieg für Odin, Vitamin-D-Depot aufgeladen. Es hat sich definitiv gelohnt, wieder mal nicht auf der Couch zu bleiben!